Knappschaft Kliniken
Universitätsklinikum Bochum GmbHein Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum
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Neurotraumatologie
Die Neurotraumatologie befasst sich mit der Diagnostik und Behandlung von Verletzungen des Gehirns, der Schädelknochen und der Wirbelsäule. Neurochirurgische Interventionen zielen auf eine Senkung des Hirndrucks, den Erhalt oder die Wiederherstellung neurologischer Funktionen und eine Verbesserung der Überlebenschancen.
Typische Verletzungsmuster, die eine neurochirurgische Expertise bedürfen und ggf. auf der interdisziplinären Neurointensivstation betreut werden:
- Epidurale Hämatome entstehen meist durch arterielle Blutungen nach Schädeltrauma und müssen oft schnell operativ entlastet werden. Frühzeitig versorgt, ist die Prognose häufig gut.
- Subdurale Hämatome treten häufig bei venösen Verletzungen auf und werden bei raumforderndem Effekt ebenfalls chirurgisch entfernt.
- Dislozierte Frakturen der Schädelkalotte erfordern operative Eingriffe, wenn sie mit Blutungen oder Druck auf das Gehirn einhergehen.
- Intrazerebrale Blutungen werden je nach Größe und Lage neurochirurgisch ausgeräumt, um lebensbedrohliche Drucksteigerungen zu verhindern.
- Wirbelsäulentraumata erfordern häufig operative Stabilisierung, um das Rückenmark zu schützen und Folgeschäden zu verhindern.
- Bei Polytraumatisierten ist die enge Zusammenarbeit mit Unfallchirurgie und Intensivmedizin entscheidend. Für die Versorgung polytraumatisierter Patientinnen und Patienten verfügen wir über einem Hubschrauberlandeplatz, zwei Schockräume und eine direkte räumliche sowie organisatorische Verbindung zu CT, OP und Intensivstation.
