Universitätsklinikum Bochum GmbHein Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum
Stationäre Patienten
Für die stationäre Behandlung stehen modern ausgestattete Stationen mit neurochirurgischem Schwerpunkt zur Verfügung. Unsere Pflegekräfte verfügen über eine spezielle Expertise im Umgang mit Patientinnen und Patienten nach neurochirurgischen Eingriffen und gewährleisten eine individuelle, fürsorgliche Betreuung. Wir legen großen Wert auf ein interdisziplinäres Versorgungskonzept, in das Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte, Physiotherapie, Sozialdienst und Seelsorge eng eingebunden sind.
Operationen in der Neurochirurgie Bochum
Eingangsuntersuchung: Ärztliche Anamnese zur Krankheitsgeschichte, Medikamenteneinnahme, Vorerkrankungen. Anschließend gezielte weitere Diagnostik (z. B. MRT, CT, EKG, Labor).
Teamabstimmung: Ihr Behandlungsteam plant den Eingriff interdisziplinär (mit Radiologie, Anästhesie etc.) und erstellt einen individuellen OP-Plan.
Patientenaufklärung: Sie erhalten umfassende Informationen über den Ablauf, mögliche Risiken und notwendige Nachsorge. Sowohl der behandelnde Neurochirurg als auch der Narkosearzt führen Aufklärungsgespräche.
Tägliche Visite: Am Bett haben Sie die Möglichkeit, Fragen zu stellen – die Visite kann auch gemeinsam mit Ihren Angehörigen stattfinden.
Pflege & Betreuung: Das pflegerische Team versorgt Sie rund um die Uhr und steht als Ansprechpartner zur Verfügung.
Am Vorabend: Das Pflegepersonal informiert Sie über den morgigen Tag – planen Sie ggf. Begleitung für Formalitäten wie bei Vorsorgevollmachten ein.
Aufnahme & Vorbereitung: Am Vortag der OP werden Sie stationär aufgenommen. Nach der Anamnese folgen Anästhesie- und OP-Aufklärungsgespräche.
Transport in den OP-Bereich: Sie werden sicher und fürsorglich begleitet – sowohl von Pflegekräften als auch dem OP-Team.
Operation & Aufwachraum: Je nach Eingriff folgen die OP und die unmittelbare Überwachung im Aufwachraum (überwacht von ärztlichem und pflegerischem Personal). Bei komplexeren Eingriffen erfolgt die Weiterverlegung auf eine Überwachungs- oder Intensivstation.
Stationäre Betreuung: Nach OP werden Sie je nach Zustand auf einer Normal- oder Überwachungsstation (IMC, Intensivstation) versorgt; das Pflege- und Therapieteam unterstützt Sie aktiv bei Ihrer Genesung.
Mobilisation & Physiotherapie: Bereits am ersten oder zweiten Tag organisiert unser Team gezielte Mobilisierung bzw. Physiotherapie – um Kreislauf, Atmung und Mobilität sukzessive wiederzuerlangen.
Wundkontrolle & Fädenentfernung: Regelmäßige ärztliche Kontrollen sichern den Heilungsverlauf. Die Fäden werden in der Regel ambulant entfernt.
Entlassmanagement: Unser Sozialdienst organisiert Ihre Weiterbehandlung – sei es Rehabilitation oder ambulante Nachsorge. Angehörige werden in diesen Prozess eingebunden.
Für Patientinnen und Patienten mit Tumorerkrankungen wird die Nachsorge interdisziplinär und in enger Abstimmung mit unseren Partnerkliniken organisiert. Ziel ist eine wohnortnahe, leitliniengerechte Anschlussbehandlung. Dazu gehören:
- Strahlentherapie (z. B. bei Resttumoren oder ergänzend zur Operation)
- onkologische Systemtherapien wie Chemotherapie oder zielgerichtete Medikamente
- stationäre Chemotherapie in spezialisierten Partnerkliniken
- onkologische Nachsorge durch das zertifizierte Neuroonkologische Zentrum (NOZ)
Gerade ältere Patientinnen und Patienten benötigen nach einer Operation eine umfassende und ganzheitliche Betreuung. In enger Kooperation mit geriatrischen Fachabteilungen und Rehabilitationskliniken stellen wir sicher, dass medizinische, pflegerische und therapeutische Maßnahmen optimal ineinandergreifen. Dazu zählen:
- Frührehabilitation zur Wiederherstellung von Mobilität und Alltagskompetenz,
- spezialisierte physiotherapeutische und ergotherapeutische Konzepte,
- Behandlung und Prävention von Begleiterkrankungen (z. B. Osteoporose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen),
- enge Zusammenarbeit mit Sozialdienst und Angehörigen, um eine sichere Rückkehr in das häusliche Umfeld oder eine geeignete Anschlussversorgung zu gewährleisten.
Entlassmanagement Neurochirurgie Bochum
Unser Entlassmanagement ist ein ganzheitliches Betreuungssystem, das Ihren Weg vom Krankenhaus zurück nach Hause oder in weiterführende Versorgungseinrichtungen sicher und strukturiert begleitet. Es wird koordiniert durch den Kliniksozialdienst.
Sie werden individuell unterstützt — z. B. bei der Organisation von Hilfsmitteln, Pflege, Reha oder Mobilitätshilfen. Alle notwendigen Anträge werden rechtzeitig vorbereitet, damit bei Ihrer Entlassung eine lückenlose Versorgung gewährleistet ist. Angehörige werden aktiv mit einbezogen.
- Kontinuität in Ihrer Versorgung – ohne Brüche zwischen Klinik und Zuhause
- Vermeidung von Wiedereinweisungen oder Versorgungslücken
- Entlastung für Sie und Angehörige durch klare Koordination der nächsten Schritte
Schon bei der Aufnahme prüfen unsere Koordinatorinnen und Koordinatoren gemeinsam mit Ihnen, welche nachstationäre Versorgung für Sie sinnvoll ist.
Sicherstellende Dokumente bei der Entlassung:
- Arztbrief (evtl. in zwei Exemplaren)
- Medikationsplan
- CD mit Bildgebung (falls erwünscht)
- Rezepte für Arzneien/Hilfsmittel
- Ansprechpartner des Sozialdiensts für Rückfragen
Diese kann bei Ihrer Hausärztin/Ihrem Hausarzt, niedergelassenen Fachärztinnen/Fachärzten oder auch bei uns auf der Station stattfinden.
