Dortmund
Tumorszintigraphie der Schilddrüse in den Knappschaft Kliniken Dortmund
Was ist eine Tumorszintigraphie der Schilddrüse?
Ein solcher – umgangssprachlich auch ,,kalt‘‘ genannter - Schilddrüsenknoten ist mit einem gering erhöhten Malignitätsrisiko behaftet. Hierbei zeigt eine vermehrte Aufnahme in der Tumorszintigraphie ein erhöhtes Malignitätsrisiko: Ein solcher MIBI-positiver Schilddrüsenknoten sollte dann in der Regel einer weiteren Abklärung mittels Feinnadelpunktion oder Operation zugeführt werden.
Indikationen zur Tumorszintigraphie der Schilddrüse
Die Tumorszintigraphie der Schilddrüse dient der weiteren Risikostratifizierung von hypofunktionellen Schilddrüsenknoten. Vorab sollte immer eine vollständige Schilddrüsendiagnostik mit einem Ultraschall der Schilddrüse/Halsweichteile, Labordiagnostik und konventioneller 99mTc-Pertechnat-Szintigraphie erfolgt sein. Eine Mehrspeicherung in der Tumorszintigraphie im Vergleich zur konventionellen 99mTc-Pertechnat Szintigraphie weist auf ein signifikant erhöhtes Malignitätspotential in einem solchen Schilddrüsenknoten hin und wird als ,,Mismatch‘‘ bezeichnet.
Wie bereite ich mich auf eine Tumorszintigraphie der Schilddrüse vor?
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Für die Tumorszintigraphie der Schilddrüse sollten sie etwa 3h Zeit einplanen.
Eine besondere Vorbereitung ist nicht notwendig.
Da ein radioaktiver Tracer verwendet wird muss eine Schwangerschaft vor Untersuchungsbeginn sicher ausgeschlossen sein. Falls gestillt wird, sollte die Milch für 48h verworfen werden.
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Mögliche Risiken und Komplikationen
Häufige Nebenwirkungen des verwendeten radioaktiven Tracers sind nicht bekannt. Die Szintigraphie ist mit einer sehr geringen Strahlenexposition verbunden (ca. 4mSv – dies entspricht etwa dem zweifachen der jährlichen natürlichen Strahlenexposition in Deutschland).
Bei strenger Indikationsstellung kann die Untersuchung auch bei Kindern angeboten werden, hierbei erfolgt die Dosierung des Tracers adaptiert an das Körpergewicht.
Untersuchungsalternativen:
Gibt es falsch-positive/falsch-negative Ergebnisse?
Eine negative Tumorszintigraphie schließt entsprechend aktueller Studienlage ein bösartige Veränderung in einem Schilddrüsenknoten mit hoher Wahrscheinlichkeit (ca. 90%) aus.
Eine positive Tumorszintigraphie ist umgekehrt nicht beweisend für eine bösartige Veränderung der Schilddrüse, in einem solchen Fall liegt lt. aktueller Studienlage nur bei 10 bis 30% der positiven Knoten wirklich ein Malignom vor. Eine positive Tumorszintigraphie der Schilddrüse sollte daher immer in Zusammenschau mit dem Ultraschall der Schilddrüse und weiterer Diagnostik wie z.B. einer Feinnadelpunktion betrachtet werden.

