Lungenkrebsscreening in Gelsenkirchen-Buer

Früherkennung von Lungenkrebs mit moderner Niedrigdosis-CT

Lungenkrebs frühzeitig erkennen

Lungenkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Das Problem: Im frühen Stadium verursacht die Erkrankung häufig keine Beschwerden und wird deshalb oftmals erst spät entdeckt. Dabei sind die Behandlungsmöglichkeiten in der Regel besser, wenn Lungenkrebs frühzeitig erkannt wird.
Mit dem Lungenkrebsscreening mittels Niedrigdosis-Computertomographie (Niedrigdosis-CT) steht Menschen mit einem erhöhten Lungenkrebsrisiko eine gezielte Früherkennungsuntersuchung zur Verfügung.
Die Klinik für Radiologie der Knappschaft Kliniken Gelsenkirchen-Buer bietet diese Untersuchung für anspruchsberechtigte Patientinnen und Patienten an. Seit April 2026 gehört das Lungenkrebsscreening zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung.

Für wen ist das Lungenkrebsscreening geeignet?

Das Lungenkrebsscreening richtet sich an Menschen, die aufgrund eines langjährigen, starken Zigarettenkonsums ein erhöhtes Risiko für Lungenkrebs haben.

Grundsätzlich kommt die Untersuchung für Personen zwischen 50 und 75 Jahren infrage, die über einen längeren Zeitraum regelmäßig geraucht haben oder erst vor einigen Jahren mit dem Rauchen aufgehört haben.
Ob Sie die Voraussetzungen für eine Teilnahme erfüllen, prüft Ihre Hausärztin oder Ihr Hausarzt beziehungsweise eine entsprechend qualifizierte internistische Praxis. Dort werden Ihre persönliche Rauchhistorie und weitere medizinische Voraussetzungen berücksichtigt. Außerdem erhalten Sie Informationen über den Nutzen und mögliche Risiken der Untersuchung.

Wenn Sie für das Lungenkrebsscreening infrage kommen, erhalten Sie eine entsprechende Überweisung.
Unser Tipp: Sprechen Sie Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt auf das Lungenkrebsscreening an. Dort erfahren Sie, ob die Früherkennungsuntersuchung für Sie geeignet ist. 

Wie läuft das Lungenkrebsscreening ab?

Die Untersuchung erfolgt mit einer speziellen Computertomographie, der sogenannten Niedrigdosis-CT. Dabei werden detaillierte Bilder der Lunge erstellt, während die Strahlenbelastung im Vergleich zu vielen herkömmlichen CT-Untersuchungen des Brustkorbs reduziert ist.
Die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten. Während der Aufnahme liegen Sie auf einer Untersuchungsliege, die sich durch das CT-Gerät bewegt. Für die Bildaufnahme müssen Sie kurz die Luft anhalten.
 
Ein Kontrastmittel ist für das Lungenkrebsscreening in der Regel nicht erforderlich.
 
Anschließend werden die Aufnahmen von speziell qualifizierten Radiologinnen und Radiologen ausgewertet. Sollten Auffälligkeiten festgestellt werden, wird geprüft, ob weitere Untersuchungen oder eine frühere Kontrolluntersuchung notwendig sind.

Warum ist die Früherkennung wichtig?

Lungenkrebs verursacht in einem frühen Stadium häufig keine spürbaren Beschwerden. Mithilfe der Niedrigdosis-CT können auch kleine Veränderungen in der Lunge sichtbar gemacht werden, bevor Symptome auftreten.
 
Eine frühzeitige Diagnose kann dazu beitragen, Behandlungsmöglichkeiten rechtzeitig zu nutzen.
 
Allerdings bietet das Screening keine vollständige Sicherheit. Nicht jede Krebserkrankung wird erkannt. Außerdem können Veränderungen sichtbar werden, die sich später als harmlos herausstellen, aber zusätzliche Untersuchungen erforderlich machen. Auch die wiederholte Strahlenbelastung muss berücksichtigt werden.
Deshalb richtet sich das Screening gezielt an Menschen, bei denen der erwartete Nutzen die möglichen Nachteile überwiegt.

Wie kann ich am Lungenkrebsscreening teilnehmen?

Wenn Sie die genannten Voraussetzungen erfüllen, wenden Sie sich zunächst an Ihre Hausärztin, Ihren Hausarzt oder eine teilnehmende internistische Praxis.

Dort wird geprüft, ob Sie für das Lungenkrebsscreening infrage kommen. Sie erhalten Informationen über die Untersuchung sowie über deren Nutzen und mögliche Risiken.

Sind die Voraussetzungen erfüllt, erhalten Sie eine entsprechende Überweisung zur radiologischen Untersuchung.

Mit dieser Überweisung können Sie einen Termin für das Lungenkrebsscreening in unserer Klinik für Radiologie vereinbaren.

Übernimmt meine Krankenkasse die Kosten?

Ja. Seit dem 1. April 2026 gehört das Lungenkrebsscreening für anspruchsberechtigte Personen zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung. Wir verfügen über eine KV-Ermächtigung für alle Krankenkassen und können dieses Angebot für Sie kostenlos durchführen. 

Benötige ich eine Überweisung?

Ja. Vor der Untersuchung muss eine entsprechend qualifizierte Ärztin oder ein entsprechend qualifizierter Arzt prüfen, ob Sie die Teilnahmevoraussetzungen erfüllen, und eine Überweisung ausstellen.

Was passiert, wenn eine Auffälligkeit festgestellt wird?

Nicht jede Auffälligkeit bedeutet, dass Lungenkrebs vorliegt. Je nach Befund können weitere Untersuchungen oder eine frühere Kontrolluntersuchung erforderlich sein. Bei einem konkreten Krankheitsverdacht werden die notwendigen nächsten Schritte mit Ihnen besprochen.

Ihr Termin zum Lungenkrebsscreening

Für Terminvereinbarungen, Rückfragen oder weitere Informationen steht Ihnen unser Team jederzeit gerne zur Verfügung.
Wir nehmen uns Zeit für Ihr Anliegen – persönlich, kompetent und einfühlsam.
Um Ihnen einen reibungslosen Ablauf und kurze Wartezeiten zu ermöglichen, bitten wir Sie, Ihren Termin im Voraus telefonisch zu vereinbaren.

Terminvereinbarungen

Die Klinik für Radiologie im Überblick


Chefarzt

Priv.-Doz. Dr. med. Jörg Stattaus

Facharzt für Diagnostische Radiologie
Habilitation über CT- und MRT-gestützte Interventionen
Q2-Zertifikat mpMRT Prostata
Q1-Zertifikat Muskuloskelettale Radiologie
Q1-Zertifikat Herz-CT und Herz-MRT
Sekretariat

Bettina Körber

Telefon: 0209 5902-402/-400
Fax: 0209 5902-405/-444

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