Kinder-Schlaflabor

Spezialisiert auf Schlafstörungen bei Kindern und Jugendlichen

Ein gesunder Schlaf ist eine wichtige Voraussetzung für die körperliche, geistige und emotionale Entwicklung eines Kindes. Schlafstörungen können jedoch bereits im Säuglings-, Kindes- oder Jugendalter auftreten und die Gesundheit sowie die Entwicklung erheblich beeinträchtigen.

Im Kinder-Schlaflabor der Knappschaft Kliniken Gelsenkirchen-Buer untersuchen wir Säuglinge, Kinder und Jugendliche mit schlafbezogenen Beschwerden umfassend und altersgerecht. Mithilfe moderner Diagnostik können wir die Ursachen von Schlafstörungen frühzeitig erkennen und individuell behandeln.
Jessica Klaßmann (Schlaflabor), Martina Koch (Pflegedirektorin), Daniela Derscheid (Geschäftsführerin), Dr. med. Mirco Kuhnigk (Chefarzt und Direktor der Kinderkliniken im Verbund der Knappschaft Kliniken), Brigitte Reißing (Stationsleitung) sowie Mia Pauline Reißling (Testschläferin im Schlaflabor).

Wann ist eine Untersuchung sinnvoll?

Eine Untersuchung empfiehlt sich unter anderem bei:

  • Schnarchen, Röcheln oder Atemaussetzern im Schlaf
  • Ein- und Durchschlafstörungen
  • Schlafwandeln oder häufigen Albträumen
  • Unruhigem Schlaf
  • Motorischer Unruhe, Hyperaktivität oder Konzentrations- und Leistungsstörungen
  • Nächtlichen Krampfanfällen
  • Nächtlichem Einnässen
  • Unerholsamem Schlaf trotz ausreichender Schlafdauer
  • Verdacht auf schlafbezogene Atmungsstörungen
  • Long COVID, Post-COVID oder ME/CFS mit Schlafproblemen
Auch Kinder mit angeborenen Fehlbildungen oder chronischen Erkrankungen profitieren häufig von einer schlafmedizinischen Untersuchung, beispielsweise bei:

  • Pierre-Robin-Sequenz
  • Down-Syndrom (Trisomie 21)
  • Lippen-Kiefer-Gaumenspalte
  • Neurologischen Erkrankungen
  • Muskel- oder Lungenerkrankungen
Darüber hinaus beraten wir Familien, wenn für ihr Kind eine nächtliche Heimbeatmung erforderlich werden könnte.
 

So läuft die Untersuchung ab

Die Untersuchung erfolgt während einer Übernachtung in unserem Kinder-Schlaflabor. Selbstverständlich kann ein Elternteil sein Kind begleiten.
Während des Schlafs werden verschiedene Körperfunktionen gleichzeitig aufgezeichnet, darunter:

  • Atmung
  • Herzfrequenz
  • Sauerstoffsättigung
  • Hirnströme (EEG)
  • Augenbewegungen
  • Körperlage
  • Beinbewegungen

Die Untersuchung ist schmerzfrei und liefert wichtige Informationen über die Schlafqualität sowie mögliche Schlaf- und Atemstörungen.

Häufige Erkrankung: Schlafapnoe bei Kindern

Eine der häufigsten schlafbezogenen Erkrankungen im Kindesalter ist die obstruktive Schlafapnoe. Dabei kommt es während des Schlafs wiederholt zu einer Verengung oder einem Verschluss der oberen Atemwege. Etwa zwei Prozent aller Kinder sind betroffen – besonders häufig im Kleinkindalter.

  • Typische Anzeichen
  • Lautes oder regelmäßiges Schnarchen<
  • Atemaussetzer im Schlaf
  • Unruhiger Schlaf
  • Starkes Schwitzen in der Nacht
  • Nächtliches Einnässen
  • Morgendliche Kopfschmerzen
  • Tagesmüdigkeit bei Jugendlichen
  • Unruhe und Hyperaktivität bei jüngeren Kindern

Bleibt eine Schlafapnoe unbehandelt, kann sie unter anderem zu Konzentrations- und Lernproblemen, Verhaltensauffälligkeiten, Bluthochdruck oder einer erhöhten Belastung des Herzens führen.

Individuelle Behandlung

Nach Abschluss der Untersuchung besprechen wir die Ergebnisse ausführlich mit Ihnen und entwickeln gemeinsam ein individuelles Behandlungskonzept.
Je nach Ursache kommen unterschiedliche Therapien infrage, beispielsweise:

  • Entfernung oder Verkleinerung der Rachen- oder Gaumenmandeln
  • Apparative Atemunterstützung (z. B. CPAP-Therapie)
  • Behandlung von Grunderkrankungen
  • In ausgewählten Fällen operative Maßnahmen im Bereich der oberen Atemwege oder des Kiefers

Unser Ziel ist es, die Schlafqualität Ihres Kindes nachhaltig zu verbessern und damit seine gesunde Entwicklung bestmöglich zu unterstützen.

Navigation

Dr. med. Mirco Kuhnigk
Chefarzt der Kinder- und Jugendklinik

Dr. med. Mirco Kuhnigk
Direktor der Kinderkliniken im Verbund

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