Beispiel

Chronische Wirbelsäulenschmerzen sind ein häufiges, aber nicht einfach zu behandelndes Krankheitsbild.
Die Spinal Cord Stimulation (spinale Rückenmarkstimulation, SCS), eine sogenannte Neuromodulation, ist ein modernes, etabliertes Verfahren in der Neurochirurgie zur Behandlung solcher chronischer Schmerzen, insbesondere von Rücken- und Rücken-Bein-Schmerzen (häufig nach/trotz Wirbelsäulenoperationen, PSPS). Durch milde elektrische Impulse werden Schmerzreize auf ihrem Weg zum Gehirn im Rückenmark blockiert (Gate-Control-Theory).

Vor Durchführung dieser Therapie erfolgt eine intensive schmerztherapeutische Behandlung häufig auch im Rahmen einer stationären oder tagesklinischen multimodalen Schmerztherapie. Hierbei wird auch durch psychologische Mitbehandlungen eine andere Ursache für chronische Schmerzen ausgeschlossen.

Die operative Implantation besteht aus zwei Phasen.
In einer ersten Operation wird eine Elektrode nach Eröffnung des Spinalkanals auf die Rückenmarkshaut aufgelegt und mit einem externen Generator verbunden. Hierzu ist ein kurzer stationärer Aufenthalt (2-3 Tage) notwendig.
Zeigt sich nach einer ca. 10-tägigen Testphase eine deutliche Besserung, wird in einem zweiten kleinen Eingriff (ambulant) der Generator dauerhaft unter der Haut implantiert.

Vorteile
• Keine dauerhafte Schädigung, das Verfahren ist komplett umkehrbar
• Individuelle Steuerung (App-Steuerung)
• Wenigere Medikamente, häufig können Schmerzmedikamente reduziert/abgesetzt werden


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