Knappschaft Kliniken
Gelsenkirchen-Buer
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Nervenkompressionen
Nervenkompressionssyndrome, auch Engpass-Syndrome, entstehen, wenn Nerven durch einen anatomischen Kanal bzw. Tunnel oder unter einem Band verlaufen und aufgrund einer Vielzahl von Ursache gedrückt werden bzw. keinen Platz mehr haben. Symptome können Schmerzen, Missempfindungen, Lähmungen bis hin zum Muskelschwund sein. Prinzipiell können diese Nervenkompressionssyndrome bei jedem Nerv auftreten, allerdings gibt es häufige und seltene Formen
• Definition:
Von einem Karpaltunnelsyndrom spricht man, wenn der Mittelhandnerv (Nervus medianus) im Handgelenkkanal eingeklemmt wird. Diese Erkrankung ist mit 5-10% Vorkommen in der Bevölkerung häufig.
• Ursachen:
Das Karpaltunnelsyndrom tritt meist im mittleren und höheren Lebensalter und bei Frauen häufiger als bei Männern auf. Eine Häufung findet man auch in der Schwangerschaft, bei Dialyse- und Diabetes-Patienten sowie nach einem vorausgegangenen Bruch des Handgelenks- oder Unterarmknochens. Oft sind beide Hände betroffen.
• Beschwerden:
Im Anfangsstadium kommt es vor allem nächtlich zu Kribbeln und Missempfindungen im 1.- 4. Finger, eine Ausbreitung auf die gesamte Hand und den Arm ist möglich. Die Beschwerden bessern sich typischerweise durch Ausschütteln oder Spülen mit kaltem Wasser. Später treten dann permanente Gefühlsstörungen auf. Im schon sehr fortgeschrittenen Stadium lässt sich ein Verschwinden der Muskulatur am Daumenballen beobachten.
• Therapie:
Bei leichten temporären Beschwerden kann der konservative Therapieversuch mit einer nächtlichen Handgelenksschiene erfolgen. Bei stärkeren Symptomen und einer herabgesetzten Nervenleitfähigkeit wird man Ihnen zur Operation raten, da die rechtzeitige Behandlung eine dauerhafte Beschwerdefreiheit gewährleistet. Ziel der Operation ist es, den eingeengten Nerven zu entlasten. Es gibt das offene oder endoskopische Operationsverfahren, wobei keine Methode gegenüber der anderen einen Vor- oder Nachteil gezeigt hat (Cochrane-Studie Scholten et al. 2004, Antoniadis et al. 1997, Thoma et al. 2004). Wir operieren in unserer Klinik offen über einen kleinen ca. 2-3 cm langen Schnitt in der handgelenksnahen Hohlhand. Es erfolgt dann die Durchtrennung eines derben Bindegewebebands, unter dem der Nerv verläuft
Von einem Karpaltunnelsyndrom spricht man, wenn der Mittelhandnerv (Nervus medianus) im Handgelenkkanal eingeklemmt wird. Diese Erkrankung ist mit 5-10% Vorkommen in der Bevölkerung häufig.
• Ursachen:
Das Karpaltunnelsyndrom tritt meist im mittleren und höheren Lebensalter und bei Frauen häufiger als bei Männern auf. Eine Häufung findet man auch in der Schwangerschaft, bei Dialyse- und Diabetes-Patienten sowie nach einem vorausgegangenen Bruch des Handgelenks- oder Unterarmknochens. Oft sind beide Hände betroffen.
• Beschwerden:
Im Anfangsstadium kommt es vor allem nächtlich zu Kribbeln und Missempfindungen im 1.- 4. Finger, eine Ausbreitung auf die gesamte Hand und den Arm ist möglich. Die Beschwerden bessern sich typischerweise durch Ausschütteln oder Spülen mit kaltem Wasser. Später treten dann permanente Gefühlsstörungen auf. Im schon sehr fortgeschrittenen Stadium lässt sich ein Verschwinden der Muskulatur am Daumenballen beobachten.
• Therapie:
Bei leichten temporären Beschwerden kann der konservative Therapieversuch mit einer nächtlichen Handgelenksschiene erfolgen. Bei stärkeren Symptomen und einer herabgesetzten Nervenleitfähigkeit wird man Ihnen zur Operation raten, da die rechtzeitige Behandlung eine dauerhafte Beschwerdefreiheit gewährleistet. Ziel der Operation ist es, den eingeengten Nerven zu entlasten. Es gibt das offene oder endoskopische Operationsverfahren, wobei keine Methode gegenüber der anderen einen Vor- oder Nachteil gezeigt hat (Cochrane-Studie Scholten et al. 2004, Antoniadis et al. 1997, Thoma et al. 2004). Wir operieren in unserer Klinik offen über einen kleinen ca. 2-3 cm langen Schnitt in der handgelenksnahen Hohlhand. Es erfolgt dann die Durchtrennung eines derben Bindegewebebands, unter dem der Nerv verläuft
• Definition:
Von einem Kubitaltunnelsyndrom spricht man, wenn der Ellennerv (Nervus ulnaris) im Ellenbogenrinne eingeklemmt wird. Früher nannte man diese Erkrankung auch Sulcus-ulnaris-Syndrom.
• Ursachen:
Der N. ulnaris ist in seiner knöchernen Rinne am Ellenbogen besonders anfällig für Druck, z.B. durch das dauerhafte Abstützen auf harten Unterlagen. Weitere Ursachen können vorausgegangene Verletzungen im Ellenbogenbereich oder eine Gelenksarthrose sein.
• Beschwerden:
Typische Symptome sind Missempfindungen und Taubheit am Kleinfinger bzw. kleinfingerseitigen Ringfinger und an der kleinfingerseitigen Handkante. Im späteren Erkrankungsstadium kommt es zur herabgesetzten Kraft der Hand beim Spreizen der Finger und beim Anlegen des Daumens. Schließlich tritt ein Muskelschwund an der Mittelhand auf, der am besten zwischen Daumen- und Zeigefinger zu erkennen ist.
• Therapie:
Bei stärkeren Symptomen wird man Ihnen zur Operation raten. Ziel der Operation ist es, den eingeengten Nerven zu entlasten. Dies geschieht über einen ca. 6 cm langen Schnitt in der Innenseite des Ellenbogens und die Durchtrennung eines derben Bindegewebezugs, der über dem Nerven verläuft.
Von einem Kubitaltunnelsyndrom spricht man, wenn der Ellennerv (Nervus ulnaris) im Ellenbogenrinne eingeklemmt wird. Früher nannte man diese Erkrankung auch Sulcus-ulnaris-Syndrom.
• Ursachen:
Der N. ulnaris ist in seiner knöchernen Rinne am Ellenbogen besonders anfällig für Druck, z.B. durch das dauerhafte Abstützen auf harten Unterlagen. Weitere Ursachen können vorausgegangene Verletzungen im Ellenbogenbereich oder eine Gelenksarthrose sein.
• Beschwerden:
Typische Symptome sind Missempfindungen und Taubheit am Kleinfinger bzw. kleinfingerseitigen Ringfinger und an der kleinfingerseitigen Handkante. Im späteren Erkrankungsstadium kommt es zur herabgesetzten Kraft der Hand beim Spreizen der Finger und beim Anlegen des Daumens. Schließlich tritt ein Muskelschwund an der Mittelhand auf, der am besten zwischen Daumen- und Zeigefinger zu erkennen ist.
• Therapie:
Bei stärkeren Symptomen wird man Ihnen zur Operation raten. Ziel der Operation ist es, den eingeengten Nerven zu entlasten. Dies geschieht über einen ca. 6 cm langen Schnitt in der Innenseite des Ellenbogens und die Durchtrennung eines derben Bindegewebezugs, der über dem Nerven verläuft.
• Definition:
Von diesem seltenen Syndrom spricht man, wenn der Ellennerv (Nervus ulnaris) in einem nach dem Erstbeschreiber Guyon benannten Kanal am Handgelenk zwischen den kleinen Handwurzelknochen Erbsenbein und Hakenbein eingeklemmt wird.
• Ursachen:
Die Ursachen sind vielfältig, häufig sind zum Beispiel das lange Abstützen der Hände auf dem Lenker beim Radfahren oder auf Krücken.
• Beschwerden:
Meist beginnt das Syndrom mit einer Krallenstellung des Klein- und Ringfingers. Später kommt es zu einer Verschmächtigung der Muskulatur am Daumen und in den äußern Zwischenfingerräumen. Eine Gefühlsminderung an der Handaußenkante sowie an der Innenseite des Klein- und Ringfingers kann, muss aber nicht auftreten. Schmerzen bestehen typischerweise nicht.
• Therapie:
Ziel der Operation ist es, den eingeengten Nerven zu entlasten. Dies geschieht über einen ca. 3-4 cm langen Schnitt in der seitlichen Hohlhand. Dann wird das Band durchtrennt, das sich zwischen Erbsenbein und Hakenbein ausspannt. Der Nerv muss sorgfältig begutachtet werden, da manchmal Sehnenverdickungen der umliegenden Muskeln oder Ganglien mitverursachend für die Einengung sind
Von diesem seltenen Syndrom spricht man, wenn der Ellennerv (Nervus ulnaris) in einem nach dem Erstbeschreiber Guyon benannten Kanal am Handgelenk zwischen den kleinen Handwurzelknochen Erbsenbein und Hakenbein eingeklemmt wird.
• Ursachen:
Die Ursachen sind vielfältig, häufig sind zum Beispiel das lange Abstützen der Hände auf dem Lenker beim Radfahren oder auf Krücken.
• Beschwerden:
Meist beginnt das Syndrom mit einer Krallenstellung des Klein- und Ringfingers. Später kommt es zu einer Verschmächtigung der Muskulatur am Daumen und in den äußern Zwischenfingerräumen. Eine Gefühlsminderung an der Handaußenkante sowie an der Innenseite des Klein- und Ringfingers kann, muss aber nicht auftreten. Schmerzen bestehen typischerweise nicht.
• Therapie:
Ziel der Operation ist es, den eingeengten Nerven zu entlasten. Dies geschieht über einen ca. 3-4 cm langen Schnitt in der seitlichen Hohlhand. Dann wird das Band durchtrennt, das sich zwischen Erbsenbein und Hakenbein ausspannt. Der Nerv muss sorgfältig begutachtet werden, da manchmal Sehnenverdickungen der umliegenden Muskeln oder Ganglien mitverursachend für die Einengung sind
• Definition:
Von einem Supinatorlogensyndrom spricht man, wenn der motorische Ast des Speichennervs (N. radialis) in einem Muskelkanal am Unterarm komprimiert wird.
• Ursachen:
Ursachen können eine Überbelastung des Arms sein, die zu einer Verdickung des Supinator-Muskels führen. Auch ein vorausgegangener Bruch des Speichenköpfchens, Gefäßbündel oder größere Schleimbeutel können zur Druckschädigung führen.
• Beschwerden:
Der Nerv versorgt die Fingerstrecker. Dementsprechend kommt es bei einer Schädigung zu einer Schwäche der Fingerstreckung, insbesondere des dritten und vierten Fingers. Außerdem leidet der Patient manchmal unter einem dumpfen Unterarmschmerz an der Hinterseite des Unterarms.
• Therapie:
Ziel der Operation ist es, den eingeengten Nerven zu entlasten. Dies geschieht über einen ca. 5 cm langen Schnitt unterhalb des seitlichen Ellenbogens. Dann wird der motorische Nervenast aufgesucht und bis zum Abtauchen in die tieferen Muskelschichten freigelegt. Einengende Bindegewebszüge werden durchtrennt. Manchmal wird der Nerv von kleinen Gefäßen komprimiert, die verödet werden
Von einem Supinatorlogensyndrom spricht man, wenn der motorische Ast des Speichennervs (N. radialis) in einem Muskelkanal am Unterarm komprimiert wird.
• Ursachen:
Ursachen können eine Überbelastung des Arms sein, die zu einer Verdickung des Supinator-Muskels führen. Auch ein vorausgegangener Bruch des Speichenköpfchens, Gefäßbündel oder größere Schleimbeutel können zur Druckschädigung führen.
• Beschwerden:
Der Nerv versorgt die Fingerstrecker. Dementsprechend kommt es bei einer Schädigung zu einer Schwäche der Fingerstreckung, insbesondere des dritten und vierten Fingers. Außerdem leidet der Patient manchmal unter einem dumpfen Unterarmschmerz an der Hinterseite des Unterarms.
• Therapie:
Ziel der Operation ist es, den eingeengten Nerven zu entlasten. Dies geschieht über einen ca. 5 cm langen Schnitt unterhalb des seitlichen Ellenbogens. Dann wird der motorische Nervenast aufgesucht und bis zum Abtauchen in die tieferen Muskelschichten freigelegt. Einengende Bindegewebszüge werden durchtrennt. Manchmal wird der Nerv von kleinen Gefäßen komprimiert, die verödet werden
• Definition:
Es handelt sich hier um ein seltenes Engpassyndrom. Der N. suprascapularis ist ein Nerv, der durch eine Rinne am Schulterblatt-Oberrand (Incisura scapulae) verläuft. Diese Rinne wird von einem Band überspannt, durch das der Nerv bei bestimmten Bewegungen abgeklemmt werden kann.
• Ursachen:
insbesondere bei Sportarten mit besonderen Belastungen des Schulter-/Arm-Bereichs wie z. B. Volleyball und Basketball kann es zur Irritation des Nervens kommen.
• Beschwerden:
Die Patienten berichten von einem tiefsitzenden Schmerz im Bereich der Schulter. Außerdem kommt es zu einem Problem mit der Armabhebung in Richtung Horizontale und der Armaußendrehung.
• Therapie:
Eine Schonung der Schultermuskulatur steht an erster Stelle. Bestehen eine manifeste Schwäche oder stärkere Schmerzen, kann eine Nervenfreilegung im Bereich der Schulterblattrinne durch Spaltung des überspannenden Bandes erfolgen.
Es handelt sich hier um ein seltenes Engpassyndrom. Der N. suprascapularis ist ein Nerv, der durch eine Rinne am Schulterblatt-Oberrand (Incisura scapulae) verläuft. Diese Rinne wird von einem Band überspannt, durch das der Nerv bei bestimmten Bewegungen abgeklemmt werden kann.
• Ursachen:
insbesondere bei Sportarten mit besonderen Belastungen des Schulter-/Arm-Bereichs wie z. B. Volleyball und Basketball kann es zur Irritation des Nervens kommen.
• Beschwerden:
Die Patienten berichten von einem tiefsitzenden Schmerz im Bereich der Schulter. Außerdem kommt es zu einem Problem mit der Armabhebung in Richtung Horizontale und der Armaußendrehung.
• Therapie:
Eine Schonung der Schultermuskulatur steht an erster Stelle. Bestehen eine manifeste Schwäche oder stärkere Schmerzen, kann eine Nervenfreilegung im Bereich der Schulterblattrinne durch Spaltung des überspannenden Bandes erfolgen.
• Definition:
Von einer Meralgia paraesthetica spricht man, wenn der Nervus cutaneus femoris lateralis eingeklemmt wird. Dieser reine Hautnerv verläuft unter dem Leistenband und versorgt die Haut am seitlichen Oberschenkel.
• Ursachen:
Meist entsteht das Syndrom aufgrund eines ungünstigen anatomischen Verlaufs des Nervs. Manchmal ist auch eine rasche Gew ichtszunahme oder das Tragen engerer Hosen für den Druck auf den Nerven verantwortlich.
• Beschwerden:
Es kommt zu brennenden Schmerzen und Taubheit am vorderen und seitlichen Oberschenkel. Die Beschwerden verstärken sich durch alle Bewegungen, die Zug am Leistenband ausüben, z.B. langes Stehen oder Liegen mit gestrecktem Bein.
• Diagnostik:
Zur Sicherung der Diagnose ist das Spritzen eines Lokalanästhetikums möglich. Sind Sie daraufhin beschwerdefrei, kann von einer Einklemmung des Nervens ausgegangen werden. Es ist wichtig, einen Bandscheibenvorfall oder eine Wirbelkanalverengung zwischen dem 2. und 3. Lendenwirbel auszuschließen, da diese ähnliche Symptome machen können.
• Therapie:
Bei 25% der Patienten bilden sich die Beschwerden spontan zurück, deswegen ist eine Operation nicht immer notwendig. Bei persistierenden Symptomen wird man Ihnen den Eingriff anbieten. Ziel ist es, den eingeengten Nerven zu entlasten. Dies geschieht über einen ca. 6cm langen Schnitt in der Leiste.
Von einer Meralgia paraesthetica spricht man, wenn der Nervus cutaneus femoris lateralis eingeklemmt wird. Dieser reine Hautnerv verläuft unter dem Leistenband und versorgt die Haut am seitlichen Oberschenkel.
• Ursachen:
Meist entsteht das Syndrom aufgrund eines ungünstigen anatomischen Verlaufs des Nervs. Manchmal ist auch eine rasche Gew ichtszunahme oder das Tragen engerer Hosen für den Druck auf den Nerven verantwortlich.
• Beschwerden:
Es kommt zu brennenden Schmerzen und Taubheit am vorderen und seitlichen Oberschenkel. Die Beschwerden verstärken sich durch alle Bewegungen, die Zug am Leistenband ausüben, z.B. langes Stehen oder Liegen mit gestrecktem Bein.
• Diagnostik:
Zur Sicherung der Diagnose ist das Spritzen eines Lokalanästhetikums möglich. Sind Sie daraufhin beschwerdefrei, kann von einer Einklemmung des Nervens ausgegangen werden. Es ist wichtig, einen Bandscheibenvorfall oder eine Wirbelkanalverengung zwischen dem 2. und 3. Lendenwirbel auszuschließen, da diese ähnliche Symptome machen können.
• Therapie:
Bei 25% der Patienten bilden sich die Beschwerden spontan zurück, deswegen ist eine Operation nicht immer notwendig. Bei persistierenden Symptomen wird man Ihnen den Eingriff anbieten. Ziel ist es, den eingeengten Nerven zu entlasten. Dies geschieht über einen ca. 6cm langen Schnitt in der Leiste.
• Definition:
Die Morton-Metatarsalgie ist eine schmerzhafte Nervenerkrankung des Fußes. Sie entsteht durch Irritation oder Druckschädigung der kleinen Nervenenden (Nn. digitales plantares communes), die zwischen den Köpfchen der Mittelfußknochen bzw. zwischen den Zehengrundgelenken verlaufen. Dadurch kann sich eine knotige Verdickung an der Aufzweigung entwickeln, ein sogenanntes Neurom. Am häufigsten betroffen ist der Raum zwischen der 3. und 4. Zehe.
• Ursachen:
Begünstigend für die Entstehung eines solchen Neuroms kann ein Spreizfuß sein. Auch das Tragen enger hoher Schuhe stellt einen Risikofaktor dar.
• Beschwerden:
Es kommt zu brennenden Schmerzen vor allem beim Abrollen des Vorfußes. Oft werden geschlossene Schuhe nicht mehr toleriert, die betroffenen können nur noch Sandalen tragen oder barfuß laufen.
• Diagnostik:
Zur Sicherung der Diagnose ist das Spritzen eines Lokalanästhetikums in den Zehenzwischenraum möglich. Eine Besserung durch die Injektion spricht für ein Morton-Neurom. Eine MRT-Aufnahme des Fußes ist darüber hinaus wichtig, da es auch andere Ursachen für einen Fußschmerz gibt, z.B. eine Entzündung der tiefen Fußmuskeln.
• Therapie:
Eine operative Therapie ist möglich. Dabei wird der Interdigitalnerv zwischen den Zehen über einen ca. 4cm langen Schnitt an der Fußrückenseite aufgesucht. Findet sich ein Neurom, wird dieses entfernt. Ggf. muss nach der Operation eine Taubheit im Zehenzwischenraum in Kauf genommen werden.
Die Morton-Metatarsalgie ist eine schmerzhafte Nervenerkrankung des Fußes. Sie entsteht durch Irritation oder Druckschädigung der kleinen Nervenenden (Nn. digitales plantares communes), die zwischen den Köpfchen der Mittelfußknochen bzw. zwischen den Zehengrundgelenken verlaufen. Dadurch kann sich eine knotige Verdickung an der Aufzweigung entwickeln, ein sogenanntes Neurom. Am häufigsten betroffen ist der Raum zwischen der 3. und 4. Zehe.
• Ursachen:
Begünstigend für die Entstehung eines solchen Neuroms kann ein Spreizfuß sein. Auch das Tragen enger hoher Schuhe stellt einen Risikofaktor dar.
• Beschwerden:
Es kommt zu brennenden Schmerzen vor allem beim Abrollen des Vorfußes. Oft werden geschlossene Schuhe nicht mehr toleriert, die betroffenen können nur noch Sandalen tragen oder barfuß laufen.
• Diagnostik:
Zur Sicherung der Diagnose ist das Spritzen eines Lokalanästhetikums in den Zehenzwischenraum möglich. Eine Besserung durch die Injektion spricht für ein Morton-Neurom. Eine MRT-Aufnahme des Fußes ist darüber hinaus wichtig, da es auch andere Ursachen für einen Fußschmerz gibt, z.B. eine Entzündung der tiefen Fußmuskeln.
• Therapie:
Eine operative Therapie ist möglich. Dabei wird der Interdigitalnerv zwischen den Zehen über einen ca. 4cm langen Schnitt an der Fußrückenseite aufgesucht. Findet sich ein Neurom, wird dieses entfernt. Ggf. muss nach der Operation eine Taubheit im Zehenzwischenraum in Kauf genommen werden.
• Definition:
Beim sehr seltenen vorderen Tarsaltunnelsyndrom besteht eine Nerveneinenung (N. peroneus profundus) unter einem festen y-förmigen Band (Lig. cruciforme), das die Strecksehnen der Unterschenkelmuskulatur am Übergang zum Fuß überspannt.
• Ursachen:
Ursachen sind Überbelastung bzw. chronischer Druck auf den Vorfuß und die Vorderseite des Unterschenkels
• Beschwerden:
Es kommt zu brennenden Schmerzen und Kribbelmissempfindungen am Fußrücken, vor allem bei Belastung, aber auch nachts. Darüber hinaus ist ein verändertes Hautgefühl zwischen erster und zweiter Zehe möglich. Im späteren Stadium kann die Muskulatur der kurzen Zehenstrecker geschwächt sein und verkümmern.
• Therapie:
Eine operative Therapie ist möglich. Dabei wird der Nerv am Übergang zum Fußrücken aufgesucht und das darüber verlaufende Lig. cruciforme gespalten. Enge Schuhe (Bergschuhe, Skischuhe) sollten nach der Operation zunächst vermieden werden.
Beim sehr seltenen vorderen Tarsaltunnelsyndrom besteht eine Nerveneinenung (N. peroneus profundus) unter einem festen y-förmigen Band (Lig. cruciforme), das die Strecksehnen der Unterschenkelmuskulatur am Übergang zum Fuß überspannt.
• Ursachen:
Ursachen sind Überbelastung bzw. chronischer Druck auf den Vorfuß und die Vorderseite des Unterschenkels
• Beschwerden:
Es kommt zu brennenden Schmerzen und Kribbelmissempfindungen am Fußrücken, vor allem bei Belastung, aber auch nachts. Darüber hinaus ist ein verändertes Hautgefühl zwischen erster und zweiter Zehe möglich. Im späteren Stadium kann die Muskulatur der kurzen Zehenstrecker geschwächt sein und verkümmern.
• Therapie:
Eine operative Therapie ist möglich. Dabei wird der Nerv am Übergang zum Fußrücken aufgesucht und das darüber verlaufende Lig. cruciforme gespalten. Enge Schuhe (Bergschuhe, Skischuhe) sollten nach der Operation zunächst vermieden werden.
• Definition:
Das hintere Tarsaltunnelsyndrom ist ebenfalls selten. Es handelt sich dabei um eine Druckschädigung von Ästen des Schienbeinnervs (N. tibialis), die unter einem Band am Innenknöchel verlaufen und die Fußsohlenseite versorgen.
• Ursachen:
Das hintere Tarsaltunnelsyndrom wird z. B. gehäuft bei Marathonläufern als Überlastungsfolge beobachtet.
• Beschwerden:
Es kommt zu anhaltenden brennenden Schmerzen, Kribbelmissempfindungen und Taubheit an der Fußsohle und an der übrigen Fußplantarseite. Erst im Spätstadium ist die Zehenspreizung- und –beugung eingeschränkt.
• Therapie:
Eine Ruhigstellung des Fußes kann versucht werden. Eine Operationsindikation ist gegeben, wenn die konservativen Maßnahmen versagen und die Beschwerden stark sind. Der N. tibialis wird über einen bogenförmigen Schnitt ab Unterschenkel entlang des Innenknöchels bis zum Fuß aufgesucht und dekomprimiert.
Das hintere Tarsaltunnelsyndrom ist ebenfalls selten. Es handelt sich dabei um eine Druckschädigung von Ästen des Schienbeinnervs (N. tibialis), die unter einem Band am Innenknöchel verlaufen und die Fußsohlenseite versorgen.
• Ursachen:
Das hintere Tarsaltunnelsyndrom wird z. B. gehäuft bei Marathonläufern als Überlastungsfolge beobachtet.
• Beschwerden:
Es kommt zu anhaltenden brennenden Schmerzen, Kribbelmissempfindungen und Taubheit an der Fußsohle und an der übrigen Fußplantarseite. Erst im Spätstadium ist die Zehenspreizung- und –beugung eingeschränkt.
• Therapie:
Eine Ruhigstellung des Fußes kann versucht werden. Eine Operationsindikation ist gegeben, wenn die konservativen Maßnahmen versagen und die Beschwerden stark sind. Der N. tibialis wird über einen bogenförmigen Schnitt ab Unterschenkel entlang des Innenknöchels bis zum Fuß aufgesucht und dekomprimiert.
• Definition:
Das Thoracic outlet Syndrom zählt zu den Kompressionssyndromen des neurovaskulären Bündels bestehend aus Armnervengeflecht (Plexus brachialis) und den armversorgenden Gefäßen (A. und V. subclavia).
• Ursachen:
Das neurovaskuläre Bündel zieht an seinem Verlauf zwischen Hals und Brustkorb durch 3 anatomische Engstellen:
1. durch die sogenannte Skalenuslücke, ein dreieckiger Raum, der durch zwei Muskeln (M. scalenus anterior und M. scalenus medius) und die erste Rippe begrenzt wird
2. durch den kostoklavikulären Raum, das ist der Raum zwischen der ersten Rippe und dem Schlüsselbein.
3. durch den retropectoralen Raum, der durch einen Brustmuskel (M. pectoralis minor) und die zweite Rippe begrenzt wird.
An diesen Engstellen kann das Gefäß-Nervenbündel bewegungsabhängig abgeklemmt werden.
• Symptome:
Die Patienten berichten anfänglich meist über Schmerzen, Kribbelparästhesien und Taubheitsgefühl im Kleinfinger und entlang des seitlichen Unterarms. Überkopfarbeiten oder das Tragen schwerer Lasten am herabhängenden Arm können die Beschwerden auslösen oder verstärken. Eine Blass- oder Blauverfärbung der Finger kann ebenfalls auftreten.
• Diagnostik:
Da manchmal eine zusätzliche Halsrippe angelegt sein kann, die zur Nerveneinklemmung führt, wird ein CT der oberen Thoraxapertur benötigt. Außerdem gibt es Spezialuntersuchungen (dynamische MR-Angiographie oder dynamische MR-Venographie), die Informationen über eine Kompression geben können.
Therapie:
Konservative Behandlungsansätze wie Massagen, Krankengymnastik zur Haltungskorrektur, Schulterhebung und –retraktion stellen die Basis dar. Nur bei persistierenden Schmerzen mit erheblicher Beeindrächtigung des Patienten wird die Indikation zur Operation gestellt. Dabei wird das Gefäßnervenbündel über einen Zugang oberhalb des Schlüsselbeins freigelegt und von komprimierenden Strukturen befreit
Das Thoracic outlet Syndrom zählt zu den Kompressionssyndromen des neurovaskulären Bündels bestehend aus Armnervengeflecht (Plexus brachialis) und den armversorgenden Gefäßen (A. und V. subclavia).
• Ursachen:
Das neurovaskuläre Bündel zieht an seinem Verlauf zwischen Hals und Brustkorb durch 3 anatomische Engstellen:
1. durch die sogenannte Skalenuslücke, ein dreieckiger Raum, der durch zwei Muskeln (M. scalenus anterior und M. scalenus medius) und die erste Rippe begrenzt wird
2. durch den kostoklavikulären Raum, das ist der Raum zwischen der ersten Rippe und dem Schlüsselbein.
3. durch den retropectoralen Raum, der durch einen Brustmuskel (M. pectoralis minor) und die zweite Rippe begrenzt wird.
An diesen Engstellen kann das Gefäß-Nervenbündel bewegungsabhängig abgeklemmt werden.
• Symptome:
Die Patienten berichten anfänglich meist über Schmerzen, Kribbelparästhesien und Taubheitsgefühl im Kleinfinger und entlang des seitlichen Unterarms. Überkopfarbeiten oder das Tragen schwerer Lasten am herabhängenden Arm können die Beschwerden auslösen oder verstärken. Eine Blass- oder Blauverfärbung der Finger kann ebenfalls auftreten.
• Diagnostik:
Da manchmal eine zusätzliche Halsrippe angelegt sein kann, die zur Nerveneinklemmung führt, wird ein CT der oberen Thoraxapertur benötigt. Außerdem gibt es Spezialuntersuchungen (dynamische MR-Angiographie oder dynamische MR-Venographie), die Informationen über eine Kompression geben können.
Therapie:
Konservative Behandlungsansätze wie Massagen, Krankengymnastik zur Haltungskorrektur, Schulterhebung und –retraktion stellen die Basis dar. Nur bei persistierenden Schmerzen mit erheblicher Beeindrächtigung des Patienten wird die Indikation zur Operation gestellt. Dabei wird das Gefäßnervenbündel über einen Zugang oberhalb des Schlüsselbeins freigelegt und von komprimierenden Strukturen befreit