Lungenkrebsscreening mit Niedrigdosis-CT

Lungenkrebs verursacht insbesondere in frühen Stadien häufig keine oder nur unspezifische Beschwerden. Für Menschen mit langjährigem starken Zigarettenkonsum gibt es deshalb seit April 2026 eine Lungenkrebs-Früherkennung mittels Niedrigdosis-Computertomographie (Low-Dose-CT bzw. NDCT) als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung.

In der Radiologie AufSchalke in Gelsenkirchen bieten wir die Untersuchung mit unserem modernen 256-Zeilen-CT an.

Wer kann am Lungenkrebsscreening teilnehmen?

Die Lungenkrebs-Früherkennung richtet sich an aktive und ehemalige starke Raucherinnen und Raucher mit einem erhöhten Lungenkrebsrisiko.

Teilnahmeberechtigt sind gesetzlich Versicherte, die:

  • zwischen 50 und 75 Jahre alt sind,
  • insgesamt mindestens 25 Jahre geraucht haben,
  • einen Zigarettenkonsum von mindestens 15 Packungsjahren aufweisen und
  • aktuell rauchen oder vor weniger als zehn Jahren aufgehört haben.
Ein Packungsjahr entspricht beispielsweise dem Konsum von einer Packung mit 20 Zigaretten pro Tag über ein Jahr. Wer beispielsweise 30 Jahre lang durchschnittlich eine halbe Packung täglich geraucht hat, erreicht 15 Packungsjahre.

Sind die Voraussetzungen erfüllt, kann die Früherkennungsuntersuchung alle zwölf Monate durchgeführt werden.

 

Wie erfolgt die Anmeldung zum Lungenkrebsscreening?

Ob die Voraussetzungen für eine Teilnahme erfüllt sind, wird zunächst von einer am Früherkennungsprogramm teilnehmenden hausärztlichen oder fachärztlichen Praxis geprüft. Dort erfolgt auch die Information über Nutzen und mögliche Nachteile der Untersuchung.

Anschließend erhalten anspruchsberechtigte Patientinnen und Patienten eine Überweisung an eine für das Lungenkrebsscreening zugelassene radiologische Praxis.

Wie läuft das Lungenkrebsscreening ab?

Die Untersuchung erfolgt mittels Niedrigdosis-CT (Low-Dose-CT). Dabei wird die Lunge mit einer gegenüber einer regulären CT-Untersuchung reduzierten Strahlendosis untersucht.

Mit unserem 256-Zeilen-CT können innerhalb kurzer Zeit detaillierte Aufnahmen der Lunge erstellt werden. Die Untersuchung selbst dauert nur wenige Minuten.

Bei der Befundung setzen wir zusätzlich computergestützte Bewertungsverfahren mit künstlicher Intelligenz ein. Die abschließende medizinische Beurteilung erfolgt durch unsere hierfür qualifizierten Ärztinnen und Ärzte.

Was passiert bei einem auffälligen Befund?

Nicht jede Auffälligkeit in der Lunge bedeutet Lungenkrebs. Abhängig vom Befund können Verlaufskontrollen oder weitere Untersuchungen notwendig sein.

Bei einem kontroll- oder abklärungsbedürftigen Befund erfolgt entsprechend den Vorgaben des Früherkennungsprogramms eine weitere fachärztliche Beurteilung.

Bei auffälligen Befunden können wir, durch die enge Anbindung an das Lungenzentrum der Knappschaft Kliniken Gelsenkirchen-Buer, die weitere diagnostische Abklärung unterstützen.

Nutzen und mögliche Nachteile der Lungenkrebs-Früherkennung

Ziel des Lungenkrebsscreenings ist es, Lungenkrebs bei Menschen mit erhöhtem Erkrankungsrisiko möglichst früh zu erkennen und dadurch die Behandlungsmöglichkeiten und Heilungschancen zu verbessern.

Wie jede Früherkennungsuntersuchung hat auch das Lungenkrebsscreening mögliche Nachteile. Dazu gehören unter anderem auffällige Befunde, die sich bei weiteren Untersuchungen nicht als Lungenkrebs herausstellen, sowie sogenannte Überdiagnosen.

Die Teilnahme am Lungenkrebsscreening ist deshalb eine individuelle Entscheidung. Vor der Untersuchung werden Sie über Nutzen und mögliche Nachteile informiert.

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