Orthopädie der Knappschaft Kliniken Paracelsus Marl mit neuem Status
EndoProthetikZentrum durch Zertifizierung als „EPZ max“ ausgezeichnet
Das EndoProthetikZentrum an den Knappschaft Kliniken Paracelsus Marl wurde rezertifiziert und dabei mit dem höchsten Status „EPZ max“ ausgezeichnet. Das medizinische Zentrum ist spezialisiert auf den Einsatz künstlicher Gelenke (Endoprothesen), vor allem an Hüfte, Knie und Schulter und ist Teil der Klinik für Orthopädie und spezielle orthopädische Chirurgie unter der Leitung von Chefarzt Dr. med. Lars-Christoph Linke.
Bereits seit 2013 lässt die Klinik die Patientenversorgung des EPZ anhand der aktuellsten medizinischen und wissenschaftlichen Standards durch externe Auditoren prüfen. In seiner 4. Rezertifizierung hat das Zentrum nun die bisherige Bewertungskategorie übertroffen. „EPZ max“ ist die höchste zu erreichende Stufe. Sie wird dann vergeben, wenn die im Vergleich zur Stufe „EPZ“ doppelte Anzahl an Hüftgelenksendoprothesen- und Knieendoprothesen-Operationen erreicht wird und gilt für Patientinnen und Patienten als Indikator für eine umfangreiche, zuverlässige und routinemäßige Versorgung.
„Die hohe Fallzahl ist ein zentraler Qualitätsfaktor in der Endoprothetik und trägt nachweislich zu besseren Ergebnissen und damit einer schnelleren Genesung bei, auch die hohe Zahl an Wechsel-Operationen spricht für eine exzellente medizinische Versorgung in unserem Haus“, erklärt Matthias Wagner, Geschäftsführer der Knappschaft Kliniken Vest. Wechseloperationen sind zum Beispiel dann nötig, wenn ein künstliches Gelenk nach 10-15 Jahren aufgrund von Materialverschleiß ausgetauscht werden muss oder es zu Knochenbrüchen in Prothesennähe gekommen ist.
Für den höchsten Status müssen in dem Zentrum außerdem zwei „Senior Hauptoperateure“ arbeiten, um hochkomplexe Operationen durchführen zu können. Senior Hauptoperateure sind hochspezialisierte Chirurgen, die in einem zertifizierten Zentrum jährlich mindestens 100 endoprothetische Eingriffe vornehmen, über die Zusatzqualifikation „Spezielle Orthopädische Chirurgie“ verfügen und durch ständige Fortbildung die höchste Qualitätsstufe in der Gelenkersatz-Chirurgie sicherstellen.
Ein besonderer Fokus liegt zudem auf der interdisziplinären Zusammenarbeit mit Radiologen, Physiotherapeuten und Schmerztherapeuten, der Pflege und dem Sozialdienst. Eine umfassende Nachsorge und zeitnahe Einleitung der Rehabilitation sind ebenfalls Teil der internen Zusammenarbeit und ein weiterer Vorteil für Patientinnen und Patienten.
Chefarzt und Leiter des EPZ Dr. med. Lars-Christoph Linke ergänzt: „Als ‚EPZ max‘ stehen wir auch anderen Kliniken als Kooperationspartner zur Verfügung und sichern die Aufnahme und Behandlung besonders komplexer Fälle oder Komplikationen, die kleinere Kliniken strukturell bedingt nicht optimal versorgen können.“
Mit dem neuen Status erfüllt das Zentrum demnach besonders hohe Anforderungen an Qualität, Expertise und Erfahrung der Operateure sowie Patientensicherheit. Durch standardisierte Abläufe von der Aufnahme bis zur Entlassung, die interdisziplinäre Zusammenarbeit und die jährliche Überprüfung im Rahmen interner und externe Audits wird ein hohes Sicherheitsniveau gewährleistet. Der Status wird nun jährlich durch externe qualifizierte Fachexperten geprüft.
