Pressemitteilungen der
Knappschaft Kliniken
17.02.2026

Nach dem Karneval ist vor der nächsten Infektionswelle

Neuer Chefarzt an den Knappschaft Kliniken Westfalen erklärt, wann man mit Influenza oder einer Noroviren-Infektion in die Notaufnahme kommen muss und wann nicht

Am Aschermittwoch ist alles vorbei? Nicht für die Notaufnahme im Krankenhaus. Hier wirkt der Karneval oftmals nach: Sieben bis zehn Tage nachdem die Jecken auf Großveranstaltungen, in Kneipen und auf Partys ausgelassen gefeiert haben und sich nahegekommen sind, häufen sich Viruserkrankungen. Grippe, Covid und Noroviren sorgen dann für volle Wartezonen. „Der Februar ist der Monat, in dem wir immer sehr viele Influenza- und Noro-Fälle zählen“, erklärt Chefarzt Prof. Dr. Jens Litmathe, der seit Herbst vergangenen Jahres die Zentralen Notaufnahmen an den Knappschaft Kliniken in Dortmund-Brackel, Lütgendortmund, Kamen und Lünen leitet.

Bereits Ende Januar hatten er und sein Team sehr viele Grippepatienten gesehen. „Jetzt haben wir den ersten Gipfel hinter uns. Nach den Karnevalstagen wird es aber sicher einen weiteren Influenza-Anstieg geben“, prophezeit er. Gleiches gilt für Infektionen mit dem Noro-Virus, bei dem selbst kleinste Virusmengen ausreichen, um eine Infektion auszulösen. Corona-Erkrankungen spielen aktuell hingegen keine große Rolle in den Notaufnahmen. „Hier kommt es immer wieder einmal zu einem Zufallsbefund, aber wir behandeln zur Zeit praktisch keine Patienten, die aufgrund von Covid zu uns kommen.“

Und wenn es einen während der tollen Tage tatsächlich „erwischt“ hat? Wann ist man dann ein Fall für die Notaufnahme? Auch darauf hat der Leiter der Notaufnahmen natürlich eine Antwort:   Wer unter Husten, Schnupfen und Heiserkeit leidet, kann sich oftmals mit Hausmitteln selbst kurieren oder sollte seinen Hausarzt aufsuchen. Erst wenn Fieber auf über 39 Grad steigt, Kreislaufprobleme auftauchen, schwere Vorerkrankungen oder eine Immunschwäche vorliegen, empfiehlt sich der Besuch in der Notaufnahme. „Wir nehmen dann Blut ab, führen eine klinische Untersuchung durch, prüfen, ob eine Lungenentzündung vorliegt, und erstellen eine individuelle Risikoeinschätzung. Falls nötig werden Patienten anschließend zur Behandlung oder Beobachtung stationär aufgenommen“, erklärt der Chefarzt.

Auch eine Erkrankung mit dem Norovirus führe nicht unbedingt in die Notaufnahme. Das typische, schwallartige Erbrechen und starke Durchfälle können vor allem bei älteren Menschen aber zur so genannten Exsikkose, einer Austrocknung des Körpers, und zu erheblichen Kreislaufproblemen führen. „Dann heißt es: Ab ins Krankenhaus. Wir gleichen in diesen Fällen den Flüssigkeitsverlust aus und kontrollieren die Symptome“, so Prof. Litmathe.

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