Lungenkrebs frühzeitig erkennen: Knappschaft Kliniken Vest bieten neues Lungenkrebs-Screening für langjährige Raucher an
Wenn ein hoher Zigarettenkonsum über viele Jahre hinweg den eigenen Alltag bestimmte, dann trägt man ein hohes Risiko im Alter an Lungenkrebs zu erkranken. Zu diesem Ergebnis kommen zahlreiche wissenschaftliche Studien. In vielen Fällen wird diese Krebsform zu spät erkannt, weil sie zunächst symptomlos verläuft. Die Knappschaft Kliniken Vest bieten Rauchern daher ab sofort ein neues Screening an, das Lungenkrebs frühzeitig erkennen und Heilungschancen verbessern soll.
Voraussetzungen für die Teilnahme am Screening ist ein Alter zwischen 50 und 75 Jahren. Zudem müssen die Betroffenen entweder mindestens 25 Jahre lang am Stück oder mindestens 15 Packungsjahre geraucht haben. Ein Packungsjahr entspricht dem Rauchen einer Packung Zigaretten (20 Stück) pro Tag über ein Jahr hinweg. 15 Packungsjahre entsprechen demnach dem täglichen Rauchen einer Packung Zigaretten über 15 Jahre hinweg. Hat der Raucher zwischenzeitlich eine Rauchpause eingelegt, so darf diese Pause maximal als 10 Jahre angedauert haben, um für das Screening zugelassen zu werden.
Gescreent werden Patienten, die privat oder knappschaftlich versichert sind und eine entsprechende Überweisung vom Hausarzt erhalten haben. Das Lungenkrebs-Screening wird starken Rauchern einmal jährlich angeboten. Mit Hilfe einer KI-gestützten Software werden sogenannte Lungenherde, aus denen im späteren Verlauf Krebszellen entstehen könnten, in einem schonenden Niedrig-Dosis-CT, gescreent. Das Verfahren dauert ca. 30 Minuten lang. In den Knappschaft Kliniken Vest übernimmt die Durchführung der Befundung die Klinik für Radiologie in Recklinghausen und Marl.
Kommt der Radiologe nach dem erstmaligen Screening zu dem Ergebnis, dass der Befund unauffällig ist, so herrscht kein weiterer Handlungsbedarf. Der Patient hat in diesem Fall einen erneuten Anspruch auf eine neue Früherkennungsuntersuchung in zwölf Monaten.
Ist der Befund allerdings auffällig, so wird zunächst eine Zweitbefundung durch einen zweiten Radiologen durchgeführt. Ist dieser Befund ebenfalls auffällig, so würde der Patient hausintern überwiesen werden an die Klinik für Pneumologie in Marl. Die Pneumologen würden nun die weiteren Therapiemaßnahmen mit dem Patienten besprechen und die Therapie durchführen. All diese Schritte – vom Erstbefund bis hin zur Therapie – können klinikübergreifend in den Knappschaft Kliniken Vest vorgenommen werden.
Chefarzt der Klinik für Radiologie, Dr. Christian Loehr: „Wie bei vielen Krebsarten so gilt auch beim Lungenkrebs: Je früher dieser erkannt wird, desto höher sind in der Regel die Heilungschancen. Das fatale beim Lungenkrebs ist, dass dieser oftmals erst spät erkannt wird, weil er zunächst symptomlos verläuft. Wird die Diagnose jedoch frühzeitig gestellt, so gibt es inzwischen gute Therapiemöglichkeiten.“
Kontaktdaten:
Knappschaft Kliniken Recklinghausen
Klinik für Radiologie
Tel. 02361 56-83890 (Radiologie im Vest)
oder
Knappschaft Kliniken Paracelsus Marl
Klinik für Radiologie
Tel. 02365 90-2730
CT-Besprechung
CT-Besprechung2