Knappschaft Kliniken rücken Resilienz der Krankenhausversorgung in den Fokus
Jahresempfang in Gladbeck mit Impuls aus dem Sanitätsdienst der Bundeswehr
Beim Jahresempfang 2026 der Knappschaft Kliniken stand in diesem Jahr eine Frage im Mittelpunkt: Was müssen Krankenhäuser im Alltag vorbereiten, damit sie auch bei hoher Belastung verlässlich arbeiten können? In der Maschinenhalle Zweckel in Gladbeck kamen unter dem Leitgedanken „Resiliente Kliniken – Gesundheit sichern, Versorgung stärken“ rund 400 Gäste aus Gesundheitswesen, Politik und Region zusammen.
Andreas Schlüter, Erster Hauptgeschäftsführer (CEO) der Knappschaft Kliniken GmbH, stellte in seiner Begrüßung heraus, dass Krisenvorsorge nicht erst beginnt, wenn eine Lage bereits eingetreten ist.
„Ob Versorgung in Krisensituationen hält, entscheidet sich an ganz normalen Tagen im Hier und Jetzt“, sagte Schlüter. „Ein Krankenhaus wird nicht erst in der Krise krisenfest. Wenn Teams ihre Abläufe kennen und wissen, worauf sie sich verlassen können, ist im Ernstfall schon viel gewonnen.“
Dazu zählen aus Sicht des Verbunds neben eingeübten Abläufen auch technische Vorbereitungen im Klinikbetrieb, etwa bei der Absicherung der Notstromversorgung.
Den fachlichen Schwerpunkt des Abends setzte Generalstabsarzt Dr. Almut Nolte, stellv. Befehlshaberin des Zentralen Sanitätsdienstes der Bundeswehr und Abteilungsleiterin Einsatz / Gesundheitsversorgung, mit ihrem Impulsvortrag „Resilienz in Krisenzeiten“. Sie machte deutlich, dass ein krisenfestes Gesundheitswesen nicht allein über Pläne für den Ausnahmefall entsteht. Entscheidend sei, zivile und militärische Strukturen frühzeitig aufeinander abzustimmen und ihre Zusammenarbeit unter realistischen Bedingungen zu erproben.
Dabei ordnete Nolte auch die Rolle der Knappschaft Kliniken ein: Mit ihrer Struktur und Behandlungskapazität könnten sie wesentlich zur Resilienz der Gesundheitsversorgung beitragen. Neben Universitätsklinika und BG-Kliniken gehörten sie zur First Line der Gesundheitsversorgung und Rehabilitation im Kleeblatt West.
Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, und Dr. Gerald Gaß, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krankenhausgesellschaft e. V., richteten Videobotschaften an die Gäste. Weitere Grußworte kamen von Bodo Klimpel, Landrat des Kreises Recklinghausen, und Bettina Weist, Bürgermeisterin der Stadt Gladbeck.
Der Jahresempfang zeigte, dass Krankenhäuser in der Krisenvorsorge künftig stärker in übergreifende Strukturen eingebunden werden müssen – von der regionalen Versorgung bis zur Zusammenarbeit mit staatlichen und militärischen Akteuren.
