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Knappschaft Kliniken
20.10.2026 - Bochum

Bochumer Anästhesiologie überzeugt beim DGAI-Jahreskongress 2026

Forschungsstipendium für Dr. med. Britta Westhus und weitere Auszeichnungen unterstreichen die wissenschaftliche Stärke der Knappschaft Kliniken Universitätsklinikum Bochum

Mit einer starken wissenschaftlichen Präsenz und mehreren Auszeichnungen präsentierte sich die Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie der Knappschaft Kliniken Universitätsklinikum Bochum beim Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI). Einen besonderen Erfolg erzielte Dr. med. Britta Westhus. Sie erhielt das mit 15.000 Euro dotierte DGAI-Forschungsstipendium der Else Körner-Fresenius-Stiftung für ihre Forschungsarbeit zu mitochondrialen Funktionsstörungen bei Sepsis.

Bedeutendes Forschungsstipendium für Dr. Britta Westhus

Der DGAI-Jahreskongress gilt als eines der zentralen wissenschaftlichen Foren der deutschen Anästhesiologie und bringt jährlich die Veranstaltung führende Vertreter*innen aus Klinik, Wissenschaft und Forschung zusammen. Ein Höhepunkt des Kongresses war die Verleihung des DGAI-Forschungsstipendiums der Else Körner-Fresenius-Stiftung. Das seit 1992 vergebene Stipendium zählt zu den bedeutenden wissenschaftlichen Auszeichnungen für den anästhesiologischen Nachwuchs in Deutschland. Ausgezeichnet wurde Dr. med. Britta Westhus, Assistenzärztin an der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie der Knappschaft Kliniken Universitätsklinikum Bochum, für ihre Forschungsarbeit mit dem Titel „Mechanismen des beeinträchtigten Proteinimports des mitochondrialen Transkriptionsfaktors A (TFAM) in der Sepsis: Hinweise einer Dysfunktion der ATP-abhängigen Matrixproteine“.

Im Mittelpunkt der Arbeit stehen Veränderungen der Mitochondrien während einer Sepsis. Dr. Westhus untersuchte, warum ihre Funktion bei einer Sepsis gestört sein kann. Dabei nahm sie den mitochondrialen Transkriptionsfaktor A (TFAM) genauer in den Blick, der für die Neubildung und Regeneration von Mitochondrien wichtig ist. Ihre Ergebnisse zeigen, dass TFAM bei einer Sepsis zwar an seinen Bestimmungsort gelangt, dort aber nicht richtig verarbeitet wird. Gleichzeitig sind wichtige Enzyme für diesen Reifungsprozess vermindert. Die Ergebnisse tragen dazu bei, Mechanismen mitochondrialer Funktionsstörungen bei Sepsis besser zu verstehen und könnten langfristig neue Ansatzpunkte für die Therapie eröffnen.

„Ich bin sehr dankbar und fühle mich geehrt, das DGAI-Forschungsstipendium erhalten zu dürfen. Es bestärkt mich darin, weiter auf dem Gebiet der Sepsis zu forschen, damit diese künftig früher erkannt und individueller behandelt werden kann. Aber das schaffe ich nicht allein, denn Forschung ist keine One-Man-Show, sondern Teamarbeit. Mein besonderer Dank gilt daher Prof. Adamzik für seine stetige Unterstützung und allen, die diese Arbeit mit vorangetrieben haben“, sagte Dr. Britta Westhus am Rande des Kongresses.

Forschung und Nachwuchsförderung im Fokus

Die Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie unter der Leitung von Klinikdirektor Prof. Dr. med. Michael Adamzik war zusätzlich mit insgesamt 15 wissenschaftlichen Beiträgen beim DGAI-Jahreskongress vertreten. Besonders erfolgreich war das Team im wissenschaftlichen Vortragswettbewerb: Zwei der prämierten Arbeiten aus der Grundlagenforschung stammten von Dr. Andrea Witowski und Johann Kalmus. Dr. Andrea Witowski erreichte mit ihrer wissenschaftlichen Arbeit den zweiten Platz und wurde damit für ihre exzellente Forschungsleistung ausgezeichnet. Darüber hinaus gingen zwei Reisestipendien an Birte Dyck und Johann Kalmus für ihre prämierten wissenschaftliche Arbeiten.

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