Pressemitteilungen der
Knappschaft Kliniken
09.09.2026

Augenklinik Sulzbach ist offiziell größte Augenklinik Deutschlands

Mit mehr als 7.000 stationären Behandlungsfällen erreicht die Augenklinik der Knappschaft Kliniken Saar offiziell den bundesweiten Spitzenplatz unter den vollversorgenden Augenkliniken.

Sulzbach, 9. September 2026 – Die Augenklinik Sulzbach ist jetzt auch offiziell die größte Augenklinik Deutschlands.* Mit mehr als 7.000 stationären Behandlungsfällen pro Jahr nimmt sie im bundesweiten Vergleich der vollversorgenden Augenkliniken die führende Position ein. Grundlage ist die Referenzdatenbank „Qualitätsberichte der Krankenhäuser“ des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA).

Diese Position markiert einen weiteren Meilenstein einer langfristigen Entwicklung: Über einen Zeitraum von 17 Jahren verzeichnet die Augenklinik ein durchschnittliches jährliches Wachstum von fast zehn Prozent. Mehr als die Hälfte ihrer Patientinnen und Patienten kommt inzwischen aus dem gesamten Bundesgebiet, rund fünf Prozent reisen aus dem Ausland an.

Der bundesweite Spitzenplatz ist für uns vor allem ein Zeichen des großen Vertrauens, das Patientinnen und Patienten unserer Klinik entgegenbringen“, sagt Stephan Kolling, Geschäftsführer der Knappschaft Kliniken Saar. „Dass sich die Augenklinik Sulzbach zu einem der größten und international anerkannten Zentren Europas entwickelt hat, ist das Ergebnis einer konsequenten Spezialisierung und einer über viele Jahre gewachsenen medizinischen und wissenschaftlichen Exzellenz. Darauf können wir im Saarland stolz sein.“

Heute werden in Sulzbach jährlich über 25.000 Eingriffe in sieben hochmodernen Operationssälen durchgeführt und mehr als 65.000 ambulante Patientinnen und Patienten versorgt. In der deutschlandweit einzigartigen Institutsambulanz decken 16 Spezialsprechstunden und sieben Sektionen das gesamte Spektrum der Augenheilkunde ab. Unter den rund 40 spezialisierten Ärzten finden sich zahlreiche wissenschaftlich und klinisch ausgewiesene Experten. Sechs Habilitierte, darunter drei Professoren, drei weitere Habilitanden sowie ein PhD-Kandidat unterstreichen die akademische Prägung des Teams.

Patienten folgen Innovationen“, sagt Prof. Dr. Peter Szurman, Direktor der Augenklinik Sulzbach. „Das ist für mich eine wesentliche Erklärung für diese Entwicklung. Wir setzen konsequent auf neue, möglichst schonende und minimalinvasive Verfahren. Entscheidend dafür ist ein hochqualifiziertes Team, das Innovationskraft mit akademischer Neugier verbindet: Wir identifizieren ‚Unmet Needs‘ unmittelbar am Patienten, übersetzen sie in translationale Forschungsprojekte und bringen daraus entstehende neue Therapien und Verfahren zurück in die klinische Versorgung. Patienten nehmen weite Wege auf sich, wenn sie wissen, dass sie an einem Ort neue, schonendere oder bessere Behandlungsmöglichkeiten finden.

Eine zentrale Rolle spielt dabei das Klaus Heimann Eye Research Institute (KHERI), das translationale Forschungszentrum der Augenklinik. Hier arbeiten klinische Medizin und Forschung eng zusammen, um neue chirurgische Verfahren, Therapiekonzepte und Implantate zu entwickeln und früh in die Patientenversorgung zu überführen.

Wie Innovation nachhaltiges Wachstum schafft, zeigen zwei Schwerpunkte der Klinik: Sowohl in der Netzhautchirurgie als auch bei Hornhauttransplantationen haben neue, teilweise in Sulzbach entwickelte Operationstechniken die Behandlungsmöglichkeiten für Patientinnen und Patienten kontinuierlich erweitert und verbessert – und zu einer stark wachsenden, überregionalen Nachfrage geführt. Mit mehr als 2.500 Vitrektomien pro Jahr ist Sulzbach bereits seit neun Jahren das größte netzhautchirurgische Zentrum Deutschlands.** Und die klinikeigene Gewebebank hat sich mit mehr als 1.000 prozessierten Hornhauttransplantaten zur größten Hornhautbank Deutschlands entwickelt – etwa jede sechste in Deutschland transplantierte Hornhaut stammt heute aus Sulzbach.

Die Entwicklung der vergangenen 17 Jahre zeigt, welche Bedeutung das Zusammenspiel von medizinischer Versorgung, Innovation und akademischer Neugier für die nachhaltige Entwicklung einer Klinik haben kann.

 

*Bezogen auf die Zahl der stationären Behandlungsfälle vollversorgender Augenkliniken; Quelle: Referenzdatenbank „Qualitätsberichte 2024 der Krankenhäuser“ des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), veröffentlicht 2026.

**Bezogen auf die Zahl der netzhautchirurgischen Operationen und Prozeduren (OPS) 5-158 und 5-159; Quelle: Referenzdatenbank „Qualitätsberichte 2017 der Krankenhäuser“ des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), veröffentlicht 2019.

 

 

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